Wie man in der neuesten Ausgabe des bayerischen Flüchtlingsrates “Hinterland”, unter der Überschrift ‘ Bonjour tristesse – Leben im Passauer Hinterland ‘ lesen muss, spielen sich in Flüchtlingsheim Hauzenberg u. Breitenberg erschreckende und nicht nachvollziehende menschliche Tragödien ab.Dort wo andere Menschen Urlaub machen und sich erholen, werden weit gereiste Flüchtlinge in sogenannten “Lagern” inkl. Vollpension untergebracht.
„Wir leben wie in einem Gefängnis” sagt S. aus Nigeria, der vor sechs Monaten nach Breitenberg geschickt wurde.
„Bevor ich hierher kam,wusste ich nicht,dass es so einen Ort gibt.”
Ja,welch grausiger Ort ist Breitenberg und Umgebung.
“Für den asylsuchenden jungen Mann aus der nigerianischen Millionenstadt Abuja oder eine politisch verfolgte Muslimin aus Grosny ist die tiefkatholische,abgelegene Gegend allerdings ein befremdlicher und reizloser Ort. Die allgegenwärtigen Wahlplakate der NPD sind da auch kein Trost.”
Wenn die allgegenwärtigen Wahlplakate der NPD nicht einmal mehr Trost bringen, sollte sich der Kreisverband der NPD, wohl bitte mehr um die Flüchtlinge kümmern und den persönlichen Kontakt suchen. Vielleicht kann man ja sogar Fahrgemeinschaften nach Passau einrichten .Weil, wie man weiter lesen muss“fahren zwar Busse in die kreisfreie Stadt Passau,allerdings nur sporadisch. Sonntags nur einmal.”
Unvorstellbar, da wünscht man sich insgeheim die weltbekannten
geordneteten afrikanischen Verhältnisse ins rückständige Niederbayern.
Das bleibt bei einen Afrikaner, der aus der Millionenstadt Abuja kommt, natürlich nicht ohne Folgen. Das führt zu“enormen psychischen Anspannung, Depressionen und Angstzuständen”, da er natürlich ganz anderes aus seiner Heimat gewohnt ist. Das es “hier keine Möglichkeit in Afrika- oder Asienläden einzukaufen gibt” wird weiter berichtet und das die Flüchtlinge gezwungen sind aus dem fernen München (wo man bei Verwandten wohnt) monatlich zur Taschengeld u. Postausgabe in die “abgelegene,reizlose und befremdliche Gegend” zu fahren.
“Die Fahrtkosten werden nicht erstattet.”
Völlig unverständlich ist natürlich auch das die “Leiterin des Lagers, Frau W, längere Abwesenheit der Flüchtlinge als – Unverschämt- empfindet” und sogar “droht bei den Flüchtlingen eine Herabsetzung der Duldungsdauer beim Ausländeramt zu erwirken”. “Die „Chefin” (so lässt sich die Lagerleiterin nennen), geht gerne die Zimmer ab und weckt schlafende Bewohner, denn es gehört sich nicht tagsüber zu schlafen”. 
Das Fazit des Berichtes ist eindeutig .
“Es scheint absurd, dass Flüchtlinge, die oftmals unter traumatisierenden Erinnerungen leiden, hier leben sollen”.
Den können wir uns nur anschließen und wünschen eine gute Heimreise.